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Die Tradition der Hambuger Uhrmacherkunst

plakat1Als Spezialisten für exklusive mechanische Zeitmesser setzt unsere Uhrenmanufaktur in Hamburg die ehrwürdige Tradition der Hansestadt fort.

Schon vor Jahrhunderten galt Hamburg als erste Adresse für präzise, verlässliche Zeitmesser. Unten am Hafen wurden Seechronometer gefertigt, nautische Instrumente, die der exakten Navigation auf den Weltmeeren dienten. Kapitäne, Entdecker und Forscher, wie der große Alexander von Humboldt, vertrauten der Hamburger Uhrmacherkunst. Dieser Geist lebt heute in den Armbanduhren der HENTSCHEL HAMBURG UHRENMANUFAKTUR: Jedes ihrer Meisterstücke ist ein Botschafter Hamburger Uhrentradition.

Wie zu Humboldts Zeiten wird heute individuell, nach Kundenwunsch und langer Warteliste gefertigt, geht jedes Schräubchen, Zahnrad und Chaton wertvoller Uhrwerksraritäten durch die geschickten Hände der passionierten Uhrmacher. Auf ihren Werktischen entstehen feinmechanische Unikate von hoher Ästhetik: Noble, handgemachte Armbanduhren, deren pure, klare Linien an die großen nautischen Vorfahren erinnern – sie sind Inbegriff von Schönheit, Verlässlichkeit und Beständigkeit.

uhrmacher2Die Hansestadt Hamburg ist von jeher eng mit Handel und Seefahrt verbunden. Mit der Hanse wurde Hamburg schon im 13. Jahrhundert zu einer der wichtigsten Hafenstädte Europas.

Durch die Nähe zur Seefahrt ließen sich viele Uhrmacher in Hamburg nieder.

Der berühmteste unter ihnen – der Chronometermacher Johann Heinrich Kessels – erlernte sein Handwerk bei keinem geringeren als bei A. L. Breguet. Eins seiner Markenzeichen ist die kleine Sekundenanzeige bei der Sechs.

Als Hommage an ihn erhielten alle Uhren mit Handaufzugswerk diese technische Besonderheit.

Die noch heute bestehende Hamburger Uhrmacherschule wurde am 28.4.1878 – drei Tage vor Glashütte – gegründet. Sie ist eine der ältesten Uhrmacherschulen Deutschlands. Hier haben meine Uhrmacher und ich unser Handwerk gelernt.

Meridiankreis

Meridiankreis

Hamburger Zentralzeit

Herkunft der Zeit

Die Bestimmung der Zeit gehörte traditionell zu den wichtigsten Aufgaben der Hamburger Astronomen. Sie wurde an der Sternwarte mit dem Meridiankreis durchgeführt. Das ist ein sehr präzises Teleskop, mit dem die Bewegung der Sterne beobachtet und gemessen wurde. Lange Zeit galten die Hamburger Durchgangsinstrumente in der Fachwelt als die exaktesten überhaupt.

Wir leben auf der Erde nach der Sonnenzeit. Sie beruht auf der scheinbaren Umrundung der Erde durch die Sonne. Die Herkunft unserer Zeit liegt also in den Sternen und die Zeitbestimmung erfolgt durch die exakte Messung der äußerst gleichmäßigen Sternbewegungen am Himmel. Die vermeintlichen Bewegungen der Sterne sind eine Folge der Eigendrehung der Erde.

Zeitball im Hamburger Hafen

Der Zeitball im Hamburger Hafen

Hüter der Zeit

Neben der Bestimmung der Zeit an der Sternwarte Hamburg, war eine wichtige Aufgabe die Bewahrung der Zeit durch äußerst genau laufende Uhren. Diese Präzisionspendeluhren sind die Hüter der Zeit und die Hamburger Zeitmesser gehören noch heute zu den besten der Welt. Für die Herstellung, die Pflege und Wartung diese technischen Meisterwerke benötigte man außergewöhnliche handwerkliche Fertigkeiten. Dafür wurde 1871 die Hamburger Uhrmacherschule gegründet. Hier wurde das Wissen der besten Hamburger Chronometermacher an begabte junge Uhrmacher weitergegeben – in Hamburg und in der zeitgleich gegründeten Uhrmacherschule in Glashütte. Der erste Direktor in Sachsen kam aus Hamburg.

Verbreitung der Zeit

Eine allgemein gültige Zeit ist für uns heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Diese technische und logistische Meisterleistung ist aber eine Errungenschaft, die in Hamburg ihre Wurzeln hat und ganz eng mit der Tradition der Hansestadt zusammenhängt. Schifffahrt und Überseehandel machten Hamburg zur Uhrenmetropole, die zeitweise mehr Chronometer-Macher zählte als die Uhrmacherstadt Genf in der Schweiz.

Mit der Gründung Deutschlands im Jahr 1871 setzten sich der Deutsche Kaiser und die Hamburger Reeder zusammen und begründeten eine eigene Deutsche Zeitbestimmung und beschlossen, eine Chronometerherstellung auf allerhöchstem Niveau, und diese mit den nötigen finanziellen Mitteln auszustatten. Sie gründeten vier Hamburger Institutionen:

Der Hamburger Zeitball

Der Hamburger Zeitball

Die Geschichte der Zeitmessung ist eng verbunden mit der Erfolgsgeschichte der Hansestadt Hamburg. Im Laufe des zunehmenden Überseehandels und der Auswandererströme in die neue Welt gegen Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen die Ansprüche der Handelsschifffahrt. Eine für die Navigation unabdingbare Größe war die exakte Zeitbestimmung. Sollte auf See eine genaue Ortsbestimmung möglich sein, so müssten auch die Chronometer an Bord der Schiffe exakt gehen und deshalb in den Häfen auf die Sekunde genau gestellt werden können. Radiostationen oder telefonische Zeitsignale waren damals noch unbekannt. Dieses Problem veranlasste viele Hafenstädte, sog. Zeitbälle an gut sichtbaren Plätzen im Hafen zu installieren. Hamburg entschied sich 1876 dazu, eine solche Anlage auf dem Kaispeicher 1 am Kaiserkai aufzustellen (Heute wird dort die Elbphilharmonie erbaut). Die Kontrolle des Zeitballs erfolgte auf elektrischem Wege durch ein eigens dafür verlegtes unterirdisches Kabel zur Sternwarte.

Seit 1876 wurde der Zeitball durch den Druck einer Taste (seit 1899 dann sogar automatisch durch Kontakte an der Uhr) pünktlich um 12 Uhr nach Greenwhich-Zeit fallengelassen. 10 Minuten vorher wurde er halb hochgezogen, 3 Minuten vorher dann ganz. Dieses Ritual war notwendig, um den Schiffskapitänen eindeutige Signale über den bevorstehenden Fall des Balles mitzuteilen.

Zeitdienst

Zeitdienst

Zeitbestimmungen wurden an der Sternwarte mit dem Meridiankreis durchgeführt, denn der „Zeitdienst“ gehörte traditionell zu den wichtigsten Aufgaben der Hamburger Astronomen.

Das Kontakt-Uhrwerk der Hamburger Sternwarte in Bergedorf steuerte die Hamburger Zentralzeit und die Zeitbälle in Hamburg, Bremerhaven und Cuxhaven sowie das telefonische Zeitzeichen. Die Sternwarte kontrollierte noch zwei weitere öffentliche Zentralzeituhren, eine direkt an der Sternwarte, die andere seit Oktober 1876 an der Hamburger Börse.

Von 1917 an wurde zuerst von der Hamburger Sternwarte aus, später von der Deutschen Seewarte in Hamburg aus die Deutsche Zentralzeit (Zeitdienst) gesendet. Die Auslöseuhren in Hamburg lieferten ein derart genaues Signal, dass die tägliche Korrektur durch astronomische Präzisionsuhren nur wenige hundertstel Sekunden betrug.

Noch bis 1986 wurde die Zeitbestimmung in Hamburg vorgenommen und das Zeitsignal gesendet.

Kundenstimmen

„Ich bin aus beruflichen Gründen sehr viel unterwegs. Immer wenn ich dann auf meine Hentschel sehe ist das wie ein Stück Heimat.“
Max Herbrechter

„Ich besitze die vollständige Dokumentation über meine Hentschel-Uhr. In der steht, wie jeder einzelne Schritt praktiziert wird. Letzlich wird die Uhr so persönlich wie ein Maßschuh. Du ziehst sie an und weißt: Das ist deins. Das fasziniert mich.“
Harald Krassnitzer

„Es war Sympathie auf den ersten Blick. Auch hat mir der Gedanke gefallen, dass meine Uhr einzig ist, ein Unikat. Ich habe die Liebe und den Anspruch gefühlt, mit dem diese Manufaktur arbeitet. Ich trage meine Hentschel mit Stolz!“
Friedrich von Thun